Ein Leben für den Skisport

Verein Sportpresse Württemberg e.V.


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Seit 1975 ist Werner Junge Schatzmeister und Geschäftsführer des Vereins Sportpresse Württemberg (VSW). Am 3. April 2017 feiert er seinen 80. Geburtstag.
Portrait_Werner_Junge.jpgVor allem der Skisport hat Werner Junge sein ganzes Leben begleitet. In seiner Jugend war er einer der Vielseitigsten im Zittauer Gebirge, wurde mehrmals Bezirksmeister in der Vierkombination. Dazu gehörten Skispringen, Langlauf, Torlauf und Abfahrt. Entscheidend für Junges Lebensweg jedoch war 1961 ein Kanurennen in Stuttgart-Bad Cannstatt auf dem Neckar.
Bei dieser Regatta war Junge, der 1957 aus Görlitz nach Stuttgart geflohen war, Bruno Moravetz über den Weg gelaufen. Beide kannten sich, weil Junge regelmäßig das DSV-Skiorgan, das Moravetz betreute, mit Texten belieferte. "Der Schwäbische Skiverband sucht einen Geschäftsführer", sagte Moravetz. Obwohl der gelernte Feinmechaniker Junge, der sich über ein Fernstudium Kenntnisse der journalistischen Darstellungsformen erworben hatte, nicht vor Begeisterung sprühte, traf er sich mit dem Präsidenten. Und beide wurden sich einig, dass Junge die Geschicke des Verbandes, der damals 28 000 Mitglieder hatte, führen sollte. Allerdings stellte Junge eine Bedingung: "Ich will weiter journalistisch tätig sein." Dies wurde ihm, der unter anderen für dpa, die Stuttgarter Nachrichten, den Stuttgarter Sportbericht, die Welt schrieb, gewährt. Daneben schrieb er Ratgeber über Skiwanderwege in den Mittelgebirgen und deutschen Alpen.
"Mora war schon ein Mentor von mir", sagt Junge heute. Begegnet sind sich der freie Schreiber und der ZDF-Reporter bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften, bei Weltcups und Deutschen Meisterschaften. Immer in den nordischen Disziplinen Langlauf und Skispringen. Gemeinsam mit dem Kollegen Gerd Mehl (ARD) haben Moravetz (ZDF) und Junge auch die Kunstfigur "Professor Arne Leybusch" zum Leben erweckt. Und immer wieder in ihre Berichte und Reportagen eingearbeitet. Geplant war auch die Gründung des "Vereins zur Förderung des sauberen Schrifttums im Nordischen Skisport". Den entsprechenden Stempel gibt es noch, der Verein existierte nie.
1975 landete Werner Junge beim VSW. Weil gerade eine Verjüngung des Vorstands anstand, übernahm er den Posten des Schatzmeisters und Geschäftsführers. Beide Aufgaben übt er noch heute aus. Als Geschäftsführer des Schwäbischen Skiverbandes hat er 1968 "Die Skispur" gegen Widerstände und Bedenken aufgelegt. Im nächsten Jahr feiert das Verbandsorgan das 50. Jubiläum. "Das will ich noch mitmachen", sagt Junge. Doch zunächst steht am 3. April 2017 sein 80. Geburtstag an. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute. ost